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Samstag, 17. Dezember 2011

Gespräch mit W. G. Sebald, Schriftsteller (Erstausstrahlung am 19. April 2001)

Zuhause war er vor allem im Schreiben, von dem er bald lernte, dass Kunst ohne das Handwerk nicht auskommt. "Es gibt viele Formen des Schreibens", notierte Sebald, "einzig aber in der literarischen geht es, über die Registrierung der Tatsachen und über die Wissenschaft hinaus, um einen Versuch der Restitution".

W.G. Sebald lesen

Sonntag, 1. Mai 2011

"Das Geschenk" von Wolf Wondratschek

Poesie als Heilmittel! Ärzte, die Verse verschreiben! Tschechow auf Krankenschein!" Letztlich ist er doch ein Romantiker, wenn es um Literatur geht. Und um Literatur geht es - eigentlich die ganze Zeit.

Donnerstag, 21. April 2011

John Burnside: Versuch über das Licht: Ein Feuer aus Reisig und Sprache - Belletristik - Feuilleton - FAZ.NET

Besonders passend trifft es sich, dass die Gedichtauswahl in diesem Frühjahr zeitgleich mit Burnsides ungeheuerlichem Memoiren-Band erscheint, „Lügen über meinen Vater“ (F.A.Z. vom 12. März). So gewinnen wir als Leser eine Chance, Fährten zwischen der Erinnerungsarbeit der Lyrik und Burnsides Vatergeschichten aufzunehmen und zu verfolgen, wenn beispielsweise ein Gedicht vom Knochen zwischen Handgelenk und Ellenbogen spricht, „der manchmal noch vom Bruch / vor vielen Jahren schmerzt“, ein Unfall, von dem ein Kapitel aus der Kindheit ausführlich erzählt.

Mittwoch, 8. September 2010

Deutschlandradio Kultur - Kritik - Zwei aufwühlende Lebensschicksale

Jedes Leben ist eine wilde Abfolge weltbewegender Ereignisse und herzzerreißender Dramen" - was der Inselarzt Tanvir gegenüber Megan äußert, spiegelt, wovon Rolf Lappert in seinem neuen Roman erzählt. Und er tut dies auf souveräne Weise.

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Freitag, 14. Mai 2010

Veitstanz der Identitäten - Patrick Modiano: "Place de l'Étoile"

Der französische Schriftsteller Patrick Modiano besitzt seit vielen Jahren auch in Deutschland eine treue Leserschaft, Liebhaber einer ebenso urbanen wie ethisch skrupulösen Prosa der leisen Töne, in der Paris - Schauplatz fast aller Modianoschen Romane - seine fein ausdifferenzierten Schattenseiten zeigt. Umso größer wird deshalb die Überraschung sein, nun mit immerhin über 40 Jahren Verspätung Modianos Debütroman von 1968 zu lesen, übersetzt und mit einem kenntnisreichen Nachwort versehen von Elisabeth Edel.

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Montag, 10. Mai 2010

Orhan Pamuk: Poetische Gerechtigkeit - Literatur - Kultur - Tagesspiegel

Pamuk vertraut auf die Kraft der Literatur. Er ist einer ihrer besten Anwälte. Die Lektüre seiner Bücher und Essays hat gerade für bildungsbürgerliche Kulturpessimisten etwas von einem stämmigen Rettungsanker. Wer kann sich schon einem Romananfang wie „Eines Tages las ich ein Buch, und mein ganzes Leben veränderte sich“ entziehen?

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10.05.2010: Der sanfte Aufklärer (Tageszeitung Neues Deutschland)

Sehr viel weiter ist Hebel nie gelangt. Er kommt weder nach Paris noch nach Wien, und auch Rom hat er nicht gesehen. Seinen süddeutschen Winkel hat er nicht verlassen, und auch als Dichter bleibt er ganz bodenständig. Auf den Hauptbühnen der Zeit, sagt Heide Helwig, dort, wo Goethe und Schiller, Kleist und Tieck herrschen, ist er nicht zu finden. Aber da will er auch gar nicht hin. Hätte man ihn dorthin gebeten, wäre er wahrscheinlich wie im Frühjahr 1799 aus der Kutsche geklettert. Da ist sich die Biografin ziemlich sicher. Er bleibt der Mann aus der Provinz, der Weltliteratur schreibt, eine regionale Größe, die es zum Klassiker bringt.

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