Unbezahlte Praktika, prekäre Jobs, schmale Honorare: Katja Kullmann beschreibt die Welt der vermeintlich glücklichen Selbstausbeuter in der Kreativ-Branche. Und sie rechnet ab mit den Verprechungen von Bildung, Mobilität und Flexibilität.
Autoren wie Stephen Fry, Nick Hornby oder Alan Bennett stehen für eine intelligente und komische Unterhaltungsliteratur, die es in dieser Mischung wohl nur in Großbritannien gibt. Der 1980 in Bristol geborene Mark Watson spielt auf diesem Feld mit. Drei Romane hat er bisher veröffentlicht, "Eleven" aus dem Jahr 2010 wurde nun unter dem Titel "Elf Leben" als erster ins Deutsche übersetzt.
Klaus Modick gelingt es - und darin ähnelt sein Buch denen des Exilschriftstellers - bei aller Faktentreue die historische Persönlichkeit Feuchtwangers mit Leben zu füllen, sie zur literarischen Figur werden zu lassen, zum durchaus sympathischen Protagonisten seines Romans. Das gibt dem nachgeborenen Schriftsteller die Gelegenheit, grundsätzlich über Schwierigkeiten und Nöte des eigenen Metiers nachzudenken.
Hans Christoph Buch nennt sein Werk einen Romanessay - es ist eine Mischung aus Reportage, historischer Betrachtung, Literatur und Selbsterkundung. Er berichtet ironisch-satirisch vom Staatsbesuch mit dem damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler in Westafrika (neun Tage, fünf Länder), bei dem sich Politiker und Entourage hinter dem Protokoll verstecken, traumatisierte Gewaltopfer als Folklore begreifen, Fußball an der Hotelbar gucken, den Prostituierten hinterherhecheln und wortreich über Sprachlosigkeit reden, alles, um sich nicht der Wirklichkeit auszusetzen.